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am 8. August

Klimakrise: Jetzt ja zu 100% erneuerbarer Energie

Ulrike Lunacek, Christiane Brunner - Bis heute scheitert ein wirkungsvoller Klimaschutz in Österreich an der Kurzsichtigkeit der Bundesregierung und an den kurzfristigen Profitinteressen der großen Konzerne und Lobbys. Das wollen wir Grüne ändern.

„Es geht uns um eine Politik, die den kommenden Generationen eine lebenswerte Umwelt hinterlässt.“
Ulrike Lunacek, Spitzenkandidatin zur Nationalratswahl
Bild: Christiane Brunner und Ulrike Lunacek
Grüne Umweltsprecherin Christiane Brunner und unsere Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek bei der Präsentation

die Klimakrise ist spürbar

Die ungewöhnliche Hitzeperiode der vergangenen Tage sowie die darauffolgenden massiven Unwetter sind alles Zeichen für die von Menschenhand verursachte Klimakrise. ExpertInnen rechnen damit, dass diese Wetterkapriolen in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen.

"Daher fordern wir als Sofortmaßnahme den Stopp von Förderungen durch Steuergeld für Öl und Gas – immerhin vier Milliarden Euro im Jahr. Sie verursachen die Klimakrise, auch in Österreich. Dieses freigewordene Geld brauchen wir dringend für Klimaschutzmaßnahmen", betont unsere Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek.

Österreich hat sich mit der Unterzeichnung des Klimavertrags von Paris​ im Jahre 2015 dazu verpflichtet, bis 2050 aus Öl, Gas und Kohle auszusteigen. Bisher gibt es jedoch keine einzige Initiative einer Klima- und Energiestrategie für die kommenden Jahre.

jetzt ja zu 100% erneuerbarer Energie!

"Wir Grüne haben hier das große Ganze im Blick. Es geht uns um eine Politik, die den kommenden Generationen eine lebenswerte Umwelt hinterlässt", fasst Lunacek zusammen. Bis heute scheitert ein wirkungsvolle Klimaschutz in Österreich an der Kurzsichtigkeit der Bundesregierung und an den kurzfristigen Profitinteressen der großen Konzerne und Lobbys. 

"Dabei hätte unser Land die einmalige Chance, Klima-Weltmeister zu werden. Wir haben genügend erneuerbare Ressourcen, hohen Wohlstand, um eine einzigartige Innovationskraft in Bewegung zu setzen – und neue, krisenfeste Green-Jobs zu schaffen. Dazu braucht es Mut. Den haben Kern und Kurz hier nicht bewiesen", so Lunacek weiter.

"Österreich ist derzeit Klimaschutz-Schlusslicht. Mit unserem 5-Punkte-Plan kann unser Land endlich international zum Vorreiter werden", so unsere Umweltsprecherin Christiane Brunner.


„Wir Grüne fordern den sofortigen Stopp von Steuergeld für Kohle, Gas und Diesel, eine ökologisch-sozial Steuerreform, eine Sanierungsoffensive, eine grüne Verkehrswende sowie die Weiterentwicklung der Öko-Strom-Finanzierung.“
Christiane Brunner, Umweltsprecherin

der grüne 5-punkte-plan im detail:

1. Kein Steuergeld für Kohle, Öl und fossiles Gas

Abbau von Subventionen für fossile Energien: diese Beihilfen (z.B. die Dieselprivilegierung, die Energieabgabenrückvergütung etc.) ​machen derzeit noch immer rund vier Milliarden Euro jährlich aus. Ein Subventions-Stopp hilft, die Erneuerbaren Energien weiter an die Marktreife heranzuführen. Frei gewordene Mittel können in die thermische Sanierung von Gebäuden investiert werden.

2. KlimaFair – CO2 einen echten Preis geben

Wir Grüne wollen mehr Arbeitsplätze. Steuern auf Arbeit sollen daher gesenkt werden. Wir wollen weniger Energieverschwendung und weniger Treibhausgas-Ausstoß. Steuern auf Energie sollen dafür erhöht werden. Die Einführung eines ansteigenden CO2-Mindestpreises im Zuge einer aufkommensneutralen öko-sozialen Steuerreform schafft Fairness am Markt und berücksichtigt Kosten von Umweltschäden. Das schont das Klima und das Geldbörsel und schafft Arbeitsplätze. Staaten wie Schweden, Dänemark oder mittlerweile auch Frankreich gehen hier in Europa einen Schritt voraus.

3. KLIMAFREUNDLICHES UND LEISTBARES WOHNEN FÜR ALLE

Sanierungsoffensive und Umstieg auf erneuerbare Energie in Gebäuden machen uns unabhängig von teuren Öl- und Gasimporten und schaffen tausende Arbeitsplätze. Energetische Sanierungen werden durch den thermischen Sanierungscheck NEU und durch bessere Koordination der Förderungen einfacher und finanzierbar.

Solarpflicht beim Neubau. Es braucht wieder die Zweckwidmung der Wohnbauförderung für Sanierung und ökologischen Neubau sowie eine Förderoffensive und steuerliche Begünstigung für die thermische Sanierung, vor allem für Haushalte mit geringem Einkommen.

Raus aus Öl: Bundesweite Förderoffensive für den Umstieg von fossilen auf erneuerbare Heizsysteme, die das Ende der Ölheizung rasch umsetzt. Plan für den schrittweisen Ausstieg aus Gasheizungen bis 2050. Unbürokratisch, leicht und leistbar.

4. KLIMAFREUNDLICHE MOBILITÄT FÜR ALLE

Klimaschonende Mobilität muss für alle möglich und leistbar werden. Mit dem Abstellen kontraproduktiver Steuervorteile im Verkehr und der überfälligen ökologisch-sozialen Steuerreform wird unsere Mobilität wirksam umgesteuert. Bis hin zum Flugverkehr muss "Fair pay statt nix pay" die Basis werden. Der öffentliche Nahverkehr muss in allen Regionen ausgebaut und attraktiviert werden (365- Euro-Ticket​). Wir brauchen bessere Rahmenbedingungen für den Ausbau der Elektromobilität​ –​ leistbare E-Autos und E-Infrastruktur; ab 2030 soll es nur noch Elektro-Neuwagen geben. Der Umweltverbund aus Bahn, öffentlichen Personennahverkehr, Fuß- und Radverkehr wird gestärkt.

5. WEITERENTWICKLUNG DER ÖKOSTROM-FINANZIERUNG

Mit einem Ökostromgesetz NEU​ erreichen wir 100 Prozent Öko-Strom bis 2030 unter Berücksichtigung der ökologischen Grenzen. Nur so bleibt Österreich als Standort attraktiv. Das ist außerdem die beste Versicherung gegen Atomkraft. BürgerInnen-Solarkraftwerken nach Vorbild Wiens sollen ausgebaut werden. Stromspar-Beratungs-Offensive: Durch gezielte Beratung können Haushalte ihren Stromverbrauch deutlich senken.

ÖSTERREICH HAT DIE BESTEN VORAUSSETZUNGEN KLIMA-WELTMEISTER WERDEN. ERGREIFEN WIR DIE CHANCE!


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