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Reimon/Waitz: Glyphosat-Ausschuss klärt ab März Monsanto-Skandal auf

Parlamentarische Kontrolle für Agrochemiekonzerne und Pflanzengifte

Heute ist im EU-Parlament auf Druck der Grünen ein Sonderausschuss zu Glyphosat beschlossen worden. Der Ausschuss arbeitet voraussichtlich ab März neun Monate lang an der Aufklärung der Zulassungssaga von Glyphosat. Das extrem umweltschädigende und vermutlich krebserregende Pflanzengift ist im November nach zweijährigem Tauziehen für weitere fünf Jahre zugelassen worden. Das Europaparlament hatte dabei keinerlei Mitspracherecht.

Michel Reimon, Co-Delegationsleiter der Grünen, sagt: "Der Glyphosat-Krimi muss aufgeklärt werden. Die geleakten Monsanto-Papers haben gezeigt, dass große Teile von Industriestudien für die Bewertung des Pflanzengifts einfach abgeschrieben wurden. Auch das aggressive Lobbying von Monsanto, Cheminova und Co. in der Wissenschaft, den Mitgliedsstaaten und der Kommission muss durchleuchtet werden. Wir brauchen parlamentarische Kontrolle bei der Zulassung von gefährlichen Chemikalien und genmanipulierten Pflanzen - sonst setzen die Agrochemiekonzerne einfach ihre Interessen ohne Widerstand durch und erhalten Kontrolle über unsere Lebensmittel und Gesundheit.”

Thomas Waitz, für die Grünen im Agrar- und Petitionsausschuss, sagt:” 1,3 Millionen EU-Bürger*innen haben sich der Europäischen Bürgerinitiative gegen Glyphosat angeschlossen. Sie haben das Recht, zu erfahren, wieso sich die EU-Kommission trotz der zahlreichen Bedenken gegen das Pflanzengift für dessen Wiederzulassung eingesetzt und sich damit als Fürsprecherin der Konzerne betätigt hat. Der Sonderausschuss ist deswegen ein wichtiger Schritt. In Zukunft müssen die Zulassungsverfahren von Pestiziden transparent und auf der Basis von unabhängigen wissenschaftlichen Studien gestaltet werden. Dafür werden wir Grünen uns im EU-Parlament stark machen."

Die Europäischen Grünen sind zusätzlich mit einer Klage gegen die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit vor den EUGh gezogen, nachdem diese sich weigerte, die vollständigen Studien zur Bewertung von Glyphosat zu veröffentlichen.

Rückfragehinweis:    Mag.a Inge Chen    Pressesprecherin Michel Reimon, MEP    T +32 (2) 28 38681    M +32 (0)484 912134    GRUENE.AT      

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/100/aom

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OTS0107    2018-01-18/11:34

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