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Vana/Reintke: "EU-Totalversagen bei Frauenrechten"

Fehlende Gleichstellungspolitik wird in eigenen Institutionen sichtbar

Das Bekanntwerden von sexuellen Übergriffen im EU-Parlament zeigt einmal mehr, dass Gewalt gegen Frauen in allen Bereichen unserer Gesellschaft stattfinden kann. Die Grünen Europaabgeordneten Monika Vana und Terry Reintke verurteilen die Vorfälle von sexuellen Übergriffen aufs Schärfste.

Monika Vana, Co-Delegationsleiterin der  österreichischen Grünen im Europaparlament: "Jeder Fall von sexueller  Belästigung muss schonungslos aufgeklärt werden, ganz egal wen es  betrifft. Wir  werden für den entsprechenden Druck sorgen, damit das  schnellstmöglich geschieht. Gleichzeitig müssen die bekannt gewordenen  Fälle ein Alarmsignal für Kommissionpräsident Juncker sein. Er und sein  Kabinett haben in den letzten Jahren nur wenig unternommen, um  Gleichstellung in der EU voranzutreiben. Wie von mir wiederholt  kritisiert, gibt es seit 2016 nicht einmal mehr eine  EU-Gleichstellungsstrategie, obwohl wir das immer wieder gefordert  haben. Auch andere frauenpolitische Meilensteine wurden nicht umgesetzt,  wie beispielsweise die Mutterschutz-Richtlinie oder eine Frauenquote  für Aufsichtsräte. Jetzt wird die fehlende Gleichstellungspolitik in den  eigenen Institutionen sichtbar."

Terry Reinkte,  frauenpolitische Sprecherin der deutschen Grünen im Europaparlament:  "Macht darf niemals auf diese Art und Weise missbraucht werden. Wir  unterstützen alle Frauen, die sich jetzt zu Wort gemeldet haben. Die  bekannt gewordenen Fälle müssen detailgenau aufgearbeitet werden. Damit  sexuelle Übergriffe im Europaparlament keine Chance mehr haben,  ermutigen wir alle betroffenen Frauen, sich an das  Anti-Harassment-Committee zu wenden. Es  ist wichtig, dass sich vor allem die Europäische Union klar zur  Gleichstellung von Frauen bekennt und Maßnahmen zum Schutz vor sexuellen  Übergriffen ergreift. Ende letzten Jahres wurde seitens der EU endlich  die Istanbul-Konvention zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen  unterzeichnet. Jetzt  brauche wir eine zügige Umsetzung und eine europaweite Richtlinie gegen  Gewalt gegen Frauen, damit in allen Mitgliedsstaaten konsequent gegen  Übergriffe und Belästigungen vorgegangen wird."

Rückfragehinweis:    Mag. Dominik Krejsa, MA    Pressesprecher Dr. Monika Vana, MEP    Grüner Klub im Parlament    1017 Wien    Tel.: +43 (0) 1-40110-6705

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/14446/aom

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OTS0118    2017-10-23/13:17

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