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am 7. Februar

Grüner Erfolg bei Glyphosat!

Die Redaktion, Thomas Waitz - Auf Grüne Initiative im EU-Parlament entscheidet jetzt ein Sonderausschuss über die Zulassung von Glyphosat und anderer Pestizide in Europa.

Wie wichtig Grüne Mitbestimmung in der Politik ist, zeigt sich jetzt einmal mehr: Nachdem wir Grünen bereits dafür gesorgt haben, dass Österreich Nein zu Glyphosat sagt,​ sind unsere Grünen Europa-KollegInnen auf dem besten Weg, für ein Nein in Europa zu sorgen!

Jetzt entscheidet Sonderausschuss

Auf Initiative der Grünen Fraktion im Europäischen Parlament entscheidet ab März über die Zulassung von Pestiziden nicht die Lobby, sondern ​ein eigens eingesetzter Sonderausschuss im EU-Parlament. Das wurde jetzt mit überwältigender Mehrheit der Abgeordneten des europäischen Parlaments beschlossen. 

ERSTE SITZUNG AB MÄRZ

Über den Vorsitz des Sonderausschusses und die Mitglieder stimmen die Abgeordneten am Donnerstag, den 8. Februar ab. Der Sonderausschuss wird aus 30 Mitgliedern bestehen und voraussichtlich für die Dauer von neun Monaten eingesetzt werden. Die konstituierende Sitzung wird für März 2018 erwartet.

Sieben Gründe gegen Glyphosat.
„Der Sonderausschuss wird das Zulassungsverfahren für Glyphosat auf den Prüfstand stellen. Er wird unter anderem aufarbeiten, ob Konzerne die wissen­schaftliche Bewertung unzulässig beeinflusst haben.“
Thomas Waitz, Grüner Europaabgeordneter

"Brauchen unabhängige prüfung"

Unser Europaabgeordneter Thomas Waitz, Mitglied der Grünen/EFA im Landwirtschaftsausschuss: „Der Sonderausschuss wird das Zulassungsverfahren für Glyphosat auf den Prüfstand stellen und unter anderem aufarbeiten, ob Konzerne die wissenschaftliche Bewertung unzulässig beeinflusst haben. Monsanto trickst bei der Risikoprüfung seiner Pestizide und versucht, gesundheits- und umweltschädliche Effekte als wissenschaftlich umstritten darzustellen. Dank der Zivilgesellschaft wird das Europäische Parlament das fragwürdige Zulassungsverfahren prüfen. Wir brauchen eine unabhängige wissenschaftliche Prüfung aller Pestizide. Wenn Studien der Industrie verwendet werden, müssen Daten über die Risiken der Pflanzengifte der Öffentlichkeit vollständig zugänglich gemacht werden." 

Grüner kampf gegen gift im essen

Wir Grüne kämpfen seit Jahren gegen den Einsatz von Pestiziden – so​wohl in der Landwirtschaft als auch im eigenen Garten. Glyphosat ist das weltweit am häufigsten verwendete Pflanzengift (Totalherbizid). Es ist auch unter dem Handelsnamen „Roundup" bekannt, einem Kassenschlager des Chemieriesen Monsanto. Glyphosat töte jede Pflanze, sofern sie nicht entsprechen gentechnisch verändert wurde.

Erst im März 2017 haben wir darüber berichtet, dass europäischen NGOs zufolge ausgerechnet von Monsanto in Auftrag gegebene Studien zur Risikobewertung herangezogen wurden.​ 

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