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am 15. März

Stoppt das Töten von männlichen Küken!

Christiane Brunner - 9,4 Millionen männliche Küken wurden in Österreich allein 2014 direkt nach dem Schlüpfen getötet. Wir Grüne sagen: Stoppt das grausame Massentöten! Denn Tiere sind kein Abfall.

Stoppt das Töten von männlichen Küken!

9,4 Millionen getötete männliche Küken in Österreich allein im Jahr 2014 – eine unfassbare Zahl. Leider jedoch gehört das Töten dieser zynisch als "Eintagsküken" bezeichneten Jungtiere in der Geflügel-Wirtschaft zum Alltag. Warum? Aus reinen Kostengründen. Männliche Küken bringen schlichtweg weniger Geld: Eierlegen können sie nicht, und Mästen lohnt sich nicht, weil die Hahnenküken genetisch bedingt weniger Fleisch bringen und mehr fressen als die weiblichen Küken. Hohe Futterkosten sind schlecht fürs Geschäft. 

BILLIGE EIER = TOTE KÜKEN

Der Preisdruck in der Branche ist groß. Nach dem Motto "Leben darf, was Profit bringt" dürfen nur die profitablen weiblichen Tiere weiterleben. Denn eine weibliche, auf Leistung getrimmte Legehenne bringt es auf etwa 300 Eier pro Jahr. Normalerweise legen sie etwa 36 Eier. Will man ein Tier auf etwa zwei Kilo Fleisch mästen, dauert das etwa fünf bis sechs Wochen. Die Männchen sind aus oben genannten Gründen ein Minusgeschäft für die Industrie, kosten Zeit und Geld. Und solange die VerbraucherInnen nicht bereit sind, mehr als zwei Euro für den Zehner-Karton Eier auszugeben, wird das Massentöten weitergehen. 

geschlüpft – und geschreddert

Das Wohl des Tieres wird nicht nur dem Profit untergeordnet, schlimmer noch – das Tier wird zum Abfall. Allein in Deutschland werden jährlich zwischen 40 und 50 Millionen Hahnenküken direkt nach dem Schlüpfen getötet. Das Aussortieren und Töten der männlichen Küken passiert auf grausame Art, die ethisch nicht zu vertreten ist. Entweder werden die Küken via Fließband direkt in den Schredder geworfen oder mittels Gaszufuhr erstickt. Dabei könnte jedes Tier bis zu 20 Jahre alt werden. 

„Es ist verboten, Tiere ohne vernünftigen Grund zu töten.“
In §6 (1) des Tierschutzgesetzes

es geht auch ohne töten ...

Was also tun? Leben lassen und artgerecht "nutzen"! Das grausame Massentöten lässt sich nämlich durch eine Rückkehr zum "Zweinutzungshuhn" vermeiden: Hierbei werden weibliche Tiere als Legehennen aufgezogen und männliche Küken für eine spätere Fleischnutzung gemästet. Die männlichen so genannten Legehybriden könnten später am Markt aufgrund ihres besseren Fleischgeschmacks gut verkauft werden und so dem Landwirtschaftsbetrieb den gewünschten Gewinn bringen. 

Bio-Vereinbarung für alle Betriebe!

Der Weg zum Tötungsverbot von Hahnenküken direkt nach dem Schlüpfen ist bereits geebnet – in österreichischen Bio-Betrieben dürfen männliche Küken seit Dezember 2015 nicht mehr direkt nach dem Schlüpfen getötet werden. Die Umstellung bei Bio ist durch eine freiwillige Branchenvereinbarung im Laufen – eine brancheninterne Vereinbarung, die wir Grüne für alle Geflügelbetriebe durchsetzen wollen!

wir grüne fordern:

  • Stoppt das Massentöten von männlichen Küken! ​In der Biolandwirtschaft dürfen männliche Küken seit Dezember 2015 nicht mehr getötet werden. Die Umstellung bei Bio ist durch eine freiwillige Branchenvereinbarung im Laufen. Wir Grüne wollen ein Verbot der Massentötung in allen landwirtschaftlichen Betrieben Österreichs.
  • Tierschutz muss wichtiger sein als Profit: Ökonomisches Interesse darf nicht schwerer wiegen, als das schutzwürdige Interesse des Tieres an seiner Unversehrtheit und seinem Wohlbefinden.
  • Wirtschaftliche Interessen dürfen kein „vernünftiger Grund“ im Sinne des §6 (1) des Tierschutzgesetzes sein. 
  • Tierschutz als Staatsziel anerkennen und danach handeln: Der Schutz des Tieres ist als Staatsziel verankert, aus dem eine Mitveranwortung des Menschen für die in seiner Obhut befindlichen Lebewesen abgeleitet werden muss.

Grüner Antrag "STOPPT DAS TÖTEN MÄNNLICHER KÜKEN"

Wir haben einen entsprechenden parlamentarischen Antrag vorbereitet:

Antrag "Stoppt das Töten männlicher Küken!"

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